Hand in Hand. Meike Näkel und Markus Klumpp

Paar-Weine...

Hand in Hand


Hand in Hand statt Blumenstrauß. Was schon Hochzeitspaare und Eventmanager in elf Ländern mit großem Spaß praktizieren, wollen wir unseren Lesern nicht länger vorenthalten.

Für die Geburt einer so ungewöhnlichen wie erfolgreichen Idee mag es durchaus hilfreich erscheinen, sich zuvor ein Glas Wein einzuschenken. Vor allem wenn man wie Meike Näkel und Markus Klumpp schon aus beruflichen Gründen über nicht wenige Flaschen hervorragender Gewächse im Keller verfügt. Was dem Paar nach etlichen Stunden Brainstorming einfiel, war wohl durchaus ein bisschen vom Geist des Weines beflügelt, aber alles andere als eine Schnapsidee.

Resultat des Ganzen ist ein Projekt mit dem Namen "Hand in Hand", dessen Ergebnis man mittlerweile in elf Ländern bevorzugt bei Hochzeitsfeiern aber auch bei Firmenfesten entdecken kann, wo man Gemeinsamkeit demonstrieren will. Und zwar in Form von Flaschen mit einem sehr feinen Inhalt. Kein Wunder, Meike Näkel ist schließlich Kellermeisterin beim elterlichen Weingut Meyer-Näkel, das nicht nur an der Ahr zu den besten Betrieben zählt. Und Markus Klumpp brachte als Kellermeister den Familienbetrieb in Baden innerhalb weniger Jahre unter die Top 20 der Region, mit weiter aufstrebenden Tendenz.

Kennen gelernt hatten sie sich nicht bei einem munteren Weinfest irgendwo in Deutschland, sondern in Südafrika. Ganz zufällig. Markus besuchte 2003 während einer Studienreise ein von Meikes Vater Werner Näkel und dem südafrikanischen Topwinzer Neil Ellis gegründetes Weingut. Dort schnupperte sie gerade für ein paar Monate südafrikanische Kellerluft. "Eine Beziehung mit einem Winzer kam für mich eigentlich nie in Frage", blickt Meike zurück und auch Markus wollte keine Freundin aus derselben Branche. Zu viel Stress, wenn die Partner in unterschiedlichen Orten wohnen und arbeiten, lautete damals ihre Beziehungs-Philosophie.

Geburtsstunde einer Idee

Sag niemals nie. Seit 2011 sind sie verheiratet. Und arbeiten an unterschiedlichen Orten. Denn Meike ist zu Hause unabkömmlich geworden, da ihr Vater häufig nach Südafrika und Portugal reisen muss, um sich seinen dortigen Weinprojekten zu widmen. Markus ist daheim ebenso unentbehrlich. "Wir haben hier so viel aufgebaut und machen nun die Weinqualitäten, die uns schon immer vorschwebten." So etwas gibt man nicht auf.

Also reist Markus zwei Tage pro Woche an die Ahr und Meike kommt gelegentlich nach Baden. Dort kümmert sie sich auch um ihr gemeinsames Projekt "Hand in Hand". Sozusagen ihr erstes Kind. Sehr schön ist es geworden und hat mittlerweile zwei Geschwister.

Denn nach dem Erstgeborenen in Gestalt eines Spätburgunders aus badischen Trauben und Barriquefässern aus dem Hause Meyer-Näkel kamen noch ein Grauburgunder und kürzlich ein Rosé-Sekt dazu, auf deren Etiketten jeweils das Motto "Hand in Hand" Meyer-Näkel & Klumpp zu sehen ist. "Wir wollten zusammen einen Wein machen, auf dem auch unsere Namen stehen", so Markus über die Geburtsstunde.

Geschmack verbindet

Aus einem sind also drei geworden. Aus gutem Grund. Hand in Hand bedeutet ja nicht, dass man deshalb von Weiß- auf Rotwein umsteigen soll und wer es lieber prickelnd mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Und zwar in Form von feinen Kirsch- und Erdbeernoten, mit einem fruchtig-eleganten Auftritt am Gaumen. Quasi Eintänzer.

Der Grauburgunder dagegen zeigt sich mit gelben Fruchtaromen und zarten Vanillenoten und bietet sich als Tischherr für Fisch, Geflügel und hellen Fleischgerichten an. Ganz anders tritt der Spätburgunder auf. Er präsentiert sich mit einem Outfit aus Sauerkirschen, Johannisbeeren und Pflaumen, ergänzt von zarten Kakaoaromen und schönen Gewürznoten. Für alle, die es wild mögen. Oder den Braten nicht nur riechen.

Bezugsquelle: info@weingut-klumpp.de, hand-in-hand-wein.de

Autor/in: Wolfgang Hubert


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