Sekt

Prickelnde Perlen

Alle Jahre wieder, vor allem in der Karnevalshochsaison und zu Silvester, wird heftig geknallt. Doch diese Kracher hinterlassen keine Rauchschwaden. Vielmehr folgt ein fröhliches Klirren der Gläser, wohl gefüllt mit Sekt, Cava, Spumante, Crémant oder Perlwein, zunehmend aber auch mit Apfel- und vor allem alkoholfreiem Perl- und Schaumwein als immer beliebtere Alternativen.

Deutschland ist nicht nur Fußballweltmeisterin, sondern auch Weltmeister beim Perl-und Schaumweinschlürfen, Letzteres sogar schon seit Jahrzehnten. Ein Großteil der im vergangenen Jahr konsumierten 319 Millionen Liter, fast drei Prozent mehr als 2007, entfielen dabei zwar auf die gängigen Sekt- und Cava-Marken, aber die Nachfrage in Bezug auf Spezialitäten und Perlweine aller Art (wobei Letztere nicht in dieser Statistik enthalten sind) steigt munter weiter.

„Im ersten Halbjahr 2009 haben die deutschen Kellereien sogar mehr Sekt verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs“, kann Horst Hillesheim, Vertriebsdirektor der Sektkellerei Schloss Wachenheim, berichten.

Begehrt ist vor allem Winzersekt aus Deutschland, den es in immer neuen Varianten gibt, und entsprechend groß ist die Neugier der Käufer. Angeboten wird dabei in erster Linie Sekt nach der traditionellen Methode, dem aus der Champagne geläufigen Verfahren der klassischen Flaschengärung.

Winzersekt mit oder ohne traditionelle Flaschengärung gibt es aber auch aus Österreich, wobei hier vorwiegend der Grüne Veltliner zu schäumenden Perlen verarbeitet wird.

Europäische Spezialitäten

Weitaus bekannter als Sekt aus Österreich ist bei uns aber der Spumante. Zumeist wird er, wie der noch bekanntere Frizzante, aus der Sorte Prosecco produziert. In Italien werden, wie in fast allen anderen Ländern ebenso, die meisten Schaumweine nach der Méthode Charmat, der sogenannten Tankgärung hergestellt.

Die Topprodukte allerdings dürfen klassisch in den Flaschen reifen. Das gilt ebenfalls für Frankreich, aber nicht nur für Champagner. Die Crémants – so nennen sich französische Schaumweine mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung, die außerhalb der Champagner-Zone erzeugt werden – dürfen wie die großen Brüder bis zu ihrer Vollendung in Flaschen reifen.

Dennoch gibt es einen Unterschied bei der Produktion. Ein Crémant schäumt etwas sanfter als Champagner und hat auch einen geringeren Druck. Die bekanntesten Crémants kommen von der Loire und werden oft aus Chenin Blanc bereitet.


 
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