Spanien

Unterwegs auf dem Jakobsweg

Der Jakobsweg ist „in“ bei Alt und Jung. selection-Degustationsleiter Michael Heintz hat sich im vergangenen Spätsommer zu einem Spanienurlaub der besonderen Art auf die Sohlen gemacht. Dass der berühmte mittelalterliche Pilgerweg nicht nur ein geistig-seelisches, sondern auch ein Genusserlebnis ist, hat dabei über manche Strapaze hinweggeholfen. Hier sein Bericht.

Wie bin ich eigentlich auf die Idee gekommen, den Jakobsweg zu gehen? Nach all den Blasen und schmerzenden Füßen fragt man sich selbst immer wieder nach dem Warum: Warum habe ich mir das angetan?

Am Anfang war der Wunsch nach einem Urlaub in Spanien, dazu kam die Idee, keinen üblichen Strandurlaub zu machen, sondern mich aktiv zu entspannen. Schnell kam ich auf den Jakobsweg, ist er doch in aller Munde und scheint auf den ersten Blick ein gut organisierter Wanderweg zu sein. Entlang der verschiedenen Wege gibt es genügend Herbergen, Hostels und Hotels, und eine lange Planung im Voraus ist nicht nötig.

Als Unterstützung noch einen Reiseführer ins Gepäck und im Prinzip kann es schon losgehen. Der Vorteil, dass die Reise nicht groß geplant werden muss, sprach sehr für den Aktivurlaub auf dem Jakobsweg und gegen eine individuell geplante Tour.

Viele Wege führen nach... – Santiago

Aus den unterschiedlichsten Regionen Spaniens führen Pilgerwege nach Santiago. Dazu gehören die Wege von Sevilla und Valencia aus, die Wege aus dem Norden Spaniens, die oftmals in Frankreich beginnen, und ebenso ein Weg, der aus Portugal kommt. Für mich war damals aus Liebe zum Meer klar: Ich möchte an der Küste entlanggehen.

Michael Heintz Michael Heintz

Ein Vorteil dieses Weges ist, dass er noch weniger stark belaufen ist und man – zumindest im Spätsommer – keine Probleme hat, einen Platz in der Herberge zu finden. Zudem führt der Weg durch malerische Landschaften, immer zwischen dem Meer und den Bergen des Landesinneren.

Schnell noch Urlaub beantragt und die zur Verfügung stehenden Tage auf die Strecke umgerechnet. Wie viele Kilometer schaffe ich pro Tag? Wo starte ich? Auch wenn bis dahin noch alles einfach erscheint und der Gedanke „Ich muss doch nichts weiter als Laufen“ überwiegt, sollte man genügend Zeit und wenn möglich ein paar Ruhetage einplanen.


 
Unterwegs auf dem Jakobsweg

Tipps & Tricks v. Michael Heintz

Wer seine Pilgerreise auf dem Jakobweg erfolgreich und vor allem mit Genuss absolvieren möchte, sollte ein paar Dinge unbedingt beachten:

Schuhe unbedingt vorher einlaufen
ausreichend Ruhetage einplanen
Gepäck auf das Notwendige beschränken, jedes Kilo zählt
Einmalbezüge für die Matratze nicht vergessen
unter die Socken Seidenstrümpfe ziehen, denn das beugt Blasen vor
sich stets mit einem guten Wein für die nächste Etappe stärken